4000 Abo-Special – Das Lernsnacks Interview

Lesedauer 5 Minuten

Heute gibt es mal ein Lernsnacks Interview! Ich habe bei YouTube gefragt, was ihr gerne über mich wissen wollt.

Hier eure Fragen zum Lernsnacks Interview und 4000 Abo-Special

Ich habe euch bei YouTube gefragt, was ihr gerne über mich wissen wollt und ein paar Fragen kamen. Die möchte ich gerne anlässlich von 4000 Abos beantworten.

Ihr seid die BESTE Community, die ich mir wünschen kann und es macht einen Riesenspaß, mit euch die ZP 10 vorzubereiten, Stoff zu pauken! Ihr motiviert mich immer zum Weitermachen, auch wenn ich mal keine Lust habe. Danke dafür!

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Fragen zum Lernsnacks Interview,

Wie war Ihre Schulzeit und was war anders als heute?

Meine Schulzeit war eigentlich schön, aber auch zeitweise durchwachsen. Ich bin die meiste Zeit davon gerne zur Schule gegangen. Ich hatte auch ein paar Schuljahre, wo es auf der Kippe stand und ich keine Lust hatte. Da sind meine Noten runter gegangen.

Früher hatte man noch direkteren Kontakt zu seinen Mitschülern, aber weniger Kontakt zu Lehrern. Es gab erst am Ende Internet, keine Handys, geschweige denn WhatsApp, E-Mail oder so. Man hat sich draußen getroffen. Es wurde aber glaube ich auch stärker zwischen Strebern, Coolen, Stubenhockern, Sportlichen und so unterschieden als heute.

Es gab schöne und weniger schöne Momente, aber im Grunde blicke ich gerne darauf zurück. Die meisten Lehrer würde ich auch gerne noch einmal treffen oder habe sie getroffen. Vor allem die, mit denen ich auf Klassenfahrten war. Außerdem wäre ich auch nicht Lehrer geworden, wenn die Schule so furchtbar gewesen wäre.

Welche Tipps sollten Schüler mehr beachten?

Ich gebe meinen Schülern den Tipp, dass sie in Anwesenheit von Erwachsenen ordentlich sprechen und schreiben sollen. Das macht viel für die Wirkung aus.

Außerdem sollen sie jeden Tag ein bisschen was lernen und lesen. Als Routine sozusagen. Aufpassen im Unterricht macht viele Dinge auch sehr viel leichter.

Ich wünsche mir, dass meine Schüler lernen, die Verantwortung zu übernehmen und nicht anderen die Schuld geben.

Schüler sollten Ziele und Träume haben. Und wenn man ein Ziel oder einen Traum hat, dann soll man alles dafür tun, dass es wahr wird.

Ist der Lehrerberuf systemrelevant?

Da fragst du den Falschen! Jeder sieht seinen eigenen Beruf als wichtig an, aber es gibt viele wichtige Berufe. Systemrelevant heißt ja nur, dass das System durch diese Gruppe am Laufen gehalten wird.

Corona hat gezeigt, dass viele Menschen auch auf Erzieher und Lehrer angewiesen sind, damit sie ihrer eigenen Arbeit nachgehen können.

Lehrer und Erzieher sollen Kindern und Jugendlichen dabei helfen, den Weg in die Erwachsenenwelt zu finden. Und sie werden umso wichtiger, wenn beide Eltern arbeiten müssen. Außerdem sollen sie ja Normen und Werte der Gesellschaft vermitteln und zur Demokratie und Gesetzestreue erziehen. Das macht sie auf jeden Fall wichtig für das System.

Erhalten Lehrer zu wenig Anerkennung?

Manchmal denke ich das durchaus. Andererseits kriegt man auch viel Anerkennung. Das Schönste ist, wenn Schüler, mit denen man sich oft rumgestritten hat, am Ende dankbar sind. Das kostet zwar Nerven, aber die Anerkennung ist unbezahlbar.

Als Lehrer begleitet man nicht nur Schüler durch Fächer. Man begleitet Biographien. Und das ist ein schleichender Prozess, wo man erst am Ende wirklich den Erfolg sieht. Lehrer wird man auf jeden Fall nicht, weil man Anerkennung möchte. Aber man freut sich natürlich darüber.

Welche Schülertypen mögen Sie nicht?

Ich mag Schüler nicht, die lügen und die keine Verantwortung übernehmen. Und solche, die anderen Schaden zufügen.

Ansonsten findet man eigentlich immer ein Arrangement.

Wie kamen Sie zum Lehrerberuf?

Ich habe in meiner Abi-Zeitung geschrieben, dass ich gerne Oberstufen-Lehrer werden würde. Ich wollte es besser machen als meine Lehrer, wobei ich Fächer nehmen wollte, in denen ich gute Lehrer hatte.

Dann wollte ich aber lieber Informatiker werden. Als ich gemerkt habe, dass das nicht meins ist, bin ich Grundschullehrer geworden und nach dem Abschluss an die Realschule gewechselt, wo ich nun seit 2010 bin.

Was hätten Sie gerne in Ihrer Schullaufbahn anders gemacht?

Ich weiß es nicht. Alles war wichtig, um hierhin zu kommen.

Ich wünschte, ich wäre ein bisschen fleißiger gewesen. Andererseits hätte ich gerne einige Sachen nicht so ernst genommen.

Wie gehen Sie mit nervigen Kollegen um?

Ich habe eigentlich nur nette Kollegen. Wenn man sich mal auf die Nerven geht, hält man eben eine Weile Abstand voneinander. Das ist leichter als bei einem nervigen Mitschüler.

Eine Kollegin hat das schön beschrieben mit Tanzen. Wenn du auf der Tanzfläche bist, gibt es manche Leute, mit denen du dir gegenseitig auf die Füße trittst und mit anderen hast du einfach Spaß beim Tanzen und manche sind eben deine perfekten Tanzpartner. Wenn man merkt, dass man (zum Beispiel im Team-Teaching) nicht miteinander tanzen kann, dann sollte man versuchen, es professionell zu regeln und schnell einen neuen Tanzpartner zu bekommen.

Waren Sie schon immer gut in Mathe?

Ich war nicht immer gut in Mathe. Ich hatte sogar Zeiten, da habe ich gar nichts kapiert. Die Fragen, die ich heute von meinen Zuschauern lese oder in der Schule selber höre.

Wozu braucht man das? Was bringt mir das?

Ich musste sogar einmal eine Nachprüfung in Mathe machen. Ich habe einfach nicht verstanden, was ich tun sollte. Das Rechnen konnte ich, aber der Sinn fehlte mir.

Wie waren Sie als Schüler?

Mein Vorteil war, dass ich immer gut im Unterricht aufgepasst habe. Deshalb konnte ich auch ohne viel Lernen durchkommen.

Zumindest bis zur 7. oder 8. Klasse. Da hatte ich keine Lust und meine eigenen Probleme. Dann habe ich die Schule gewechselt und musste einmal die Klasse wiederholen.

Ich habe kein tolles Abi gemacht, aber in der Oberstufe bin ich wieder ohne großen Aufwand durchgekommen. Bitte nicht nachmachen, sondern lernen!

Warum machen Sie den Kanal?

Ich habe selber manchmal nicht verstanden, warum und wie ich Aufgaben lösen soll. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Lehrer das im Unterricht nicht schaffen.

Und das liegt nicht nur an den Lehrern. In der Klasse sitzt man mit 20 bis 30 anderen und es ist lauter, man hat andere Interessen in dem Moment als Schüler als zum Beispiel Mathe zu lernen. Oder man hat irgendwas nicht mitbekommen oder war unaufmerksam und dann hat man ein Problem. Aber natürlich sind auch Schulbücher nicht immer perfekt und Lehrer können nicht jeden einzelnen Schüler erreichen.

Zuhause weiß man nicht, wozu und warum und hier kommen meine Videos und Artikel ins Spiel, die hoffentlich einige dieser Lücken schließen können.

Schlusswort zum Lernsnacks Interview – 4000 Abo Special

Vielen Dank für eure Fragen und bleibt weiter so aktiv auf meinem Kanal! Ich würde mich freuen, wenn ihr weiter so treu bleibt und meine Videos anschaut, auch wenn sie nicht alle für euch gerade nützlich sind. 🙂

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