Schulsystem überlastet – Schulbarometer zeichnet Teufelskreis

Schulsystem überlastet – Schulbarometer zeichnet Teufelskreis

Lesedauer 2 Minuten

Eine repräsentative Umfrage der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass das Schulsystem, Schulen, Lehrer und auch Schüler massiv überlastet sind. Ein dringender Aufruf an die Politik, etwas zu tun.

Schulsystem, Schulen und Lehrer laut Schulbarometer massiv überlastet

Das Schulbarometer ist eine repräsentative Umfrage der Robert Bosch Stiftung bei 1000 Lehrern. Diese klagen über Wochenendarbeit, körperliche und mentale Erschöpfung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Kartenhaus zusammenfällt.

Schulen leisten Aufbauarbeit, füllen Wissenslücken, stemmen die Digitalisierung, nehmen Flüchtlinge auf, haben aber viele Stellen unbesetzt und haben auch für bestimmte Fächer keine Lehrkräfte. Vor allem die Schulleitungen ertrinken in Verwaltungsaufgaben, ohne dafür ausgebildet worden zu sein oder mehr Personal zu bekommen.

Es ist eine einfache Rechnung: Wenn ich mehr Aufgaben in der gleichen Zeit erledigt haben möchte, benötige ich mehr Personal. Wenn ich nicht mehr Personal habe, muss das Personal mehr arbeiten. Wenn das Personal zu viel arbeitet, habe ich weniger Personal für die gleiche Arbeitslast. Es ist eine Frage der Zeit, bis das System kippt.

Schüler werden immer verhaltensauffälliger

Schüler verhalten sich seit dem Beginn von Corona anders. Angefangen bei Konzentrations- und Motivationsproblemen, schlägt Lehrern auch depressives und aggressives Verhalten gegenüber.

Das Schulbarometer stellte fest, dass aber Hilfsangebote vor allem in Gymnasien und Berufskollegs in Anspruch genommen werden.

Das Schulbarometer zeichnet einen düsteren Zustand unseres Schulsystems.

Lernrückstände sind ein großes Problem

Wenn in Elternhäusern nicht Deutsch gesprochen wird, zeichnen sich dramatische Lernrückstände ab, weil die Schüler generell, aber in diesen Elternhäusern speziell oft weniger Unterstützung bekommen und deshalb noch mehr Schwierigkeiten haben, ihre Lücken zu füllen. Es ist in Deutschland also immer noch nicht möglich, dass jeder Schüler, egal welcher Herkunft, gleiche Chancen hat.

Das Fehlen von Lehrkräften verschlimmert diese Situation noch und es ist nicht abzusehen, dass auf dem aktuellen Kurs eine Verbesserung eintreten wird. Die Schere zwischen arm und reich wird damit auch immer größer, denn wohlhabende Elternhäuser können hier leichter entgegensteuern und sehen auch die Notwendigkeit.

Es sind nicht nur die Schulen

Natürlich sind nicht nur die Schulen, Lehrer und Schüler überlastet, aber die Schüler sind unsere Zukunft. Wenn die Gesellschaft es nicht schafft, ihnen einen guten Start in das Erwachsenenleben zu ermöglichen, dann wird das auf die Gesellschaft zurückfallen, wenn sie Erwachsene sind.


Schreib mir einen Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: