Zeitdruck in der Prüfung – So klappt’s besser

Lesedauer 5 Minuten

Zeitdruck in der Prüfung und Prüfungsangst beklagen viele Schüler und Studenten und das ist auch vollkommen normal, denn schließlich geht es in Prüfungen um etwas. Schlimm ist nur, wenn man nicht damit umgehen kann.

So gehst du mit Zeitdruck in der Prüfung um

Jeder Mensch kennt das vermutlich: In einer Prüfung vergeht die Zeit wie im Fluge und währenddessen scheint der Berg an Aufgaben nicht abzunehmen. Das wird vor allem dann noch verstärkt, wenn du unter Prüfungsangst leidest.

Du fühlst förmlich, wie deine Zeit wie der Sand in einer Sanduhr verrinnt und je mehr du dich darauf konzentrierst, umso weniger kannst du effektiv für deine eigentlichen Aufgaben erledigen.

Oder du arbeitest total konzentriert und wunderst dich am Ende, wo deine Zeit hin ist und du bist am Ende noch nicht mit einer Aufgabe fertig geworden oder schlimmer: Mit noch mehr Aufgaben.

Vielleicht bist du so überfahren von der Aufgabenstellung, dass du nicht weißt, wie du anfangen oder weitermachen sollst.

Ich habe für diese Situationen Tipps parat!

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Bei Zeitdruck muss man den Focus behalten.

Tipp 0: Schlafe genug und sei pünktlich da

Du kannst tatsächlich auch etwas gegen Zeitdruck in Prüfungen machen, wenn du schon vor der Prüfung ausreichend Schlaf hattest und fit bist. Das hilft sehr dabei, entspannt in eine Prüfung zu gehen, weil dein Körper leistungsfähig ist.

Außerdem solltest du unbedingt sehr zeitig in der Prüfung sitzen, deinen Arbeitsplatz organisiert haben und dich auf deine bevorstehende Aufgabe konzentrieren.

Das heißt auch:

  • Handy weg und sich nicht mehr ablenken. In vielen Prüfungen musst du das Handy eh abgeben.
  • Nicht von anderen verrückt machen lassen.
  • Keine Panik schieben und sich nicht anstecken lassen.
  • Am besten gar nicht mit anderen reden. Dafür ist nach der Prüfung Zeit.

Tipp 1: Stelle dir vor, was dich erwartet

Mache dir vor einer Prüfung klar, was auf dich zukommen wird. Welche Anforderungen kennst du schon? Welche Aufgaben werden kommen?

Schreibaufgaben benötigen am meisten Zeit in einer Klausur. Deshalb mach dir schon vorher Gedanken, wie du die Aufgabe lösen willst. Am Beispiel Informierender Text (Aufgabentyp 2) habe ich das einmal erklärt.

Je genauer deine Vorstellung ist, umso leichter wird dir die Umsetzung fallen. Und selbst wenn die Themen nicht bekannt sind, so ist jede Klassenarbeit und jede Prüfung doch irgendwo eingegrenzt.

Im Kopf die Arbeit durchgehen geht über Üben hinaus. Es ist eine Strategie, die du entwickelst und die du auf viele Bereiche im Leben anwenden kannst.

Tipp 2: Verschaffe dir einen Überblick

Auch wenn du dir eine Strategie zurecht gelegt hast, musst du wissen, welche Aufgaben es gibt und wie viel Aufwand diese bedeuten.

  • Überschlage, wie viel Zeit du für welche Aufgabe benötigst.
  • Schaue dir an, welche Aufgaben am wenigsten Zeit benötigen.
  • Prüfe auch, wo du viele Punkte bekommst, sofern du das sehen kannst.
Nimm dir die Zeit, dir einen Überblick zu verschaffen.

Tipp 3: Unterstreiche deine Aufgaben und Lösungen

Unterstreichen ist sehr wichtig, wenn du dich sortieren willst.

  • Nimm für jede Aufgabe eine Farbe und lies dir genau durch, was von dir gefordert wird.
  • Nun kannst du die Aufgaben und dazugehörige Antworten Schritt für Schritt beantworten.

Tipp 4: Nimm Ohrstöpsel mit

Ich konnte mich selber in Klassenarbeiten nicht gut konzentrieren und hatte daher immer Ohrstöpsel dabei, um störende Geräusche auszublenden.

Es ist tatsächlich so, dass unser Gehirn permanent die Umgebung scannt. Während du den Blick lenken kannst, kannst du deine Ohren nicht abschalten. Du kannst zwar Geräusche ausblenden, aber eben nur oberflächlich. Gekritzel, Gemurmel, Quietschen, Blättergeraschel… das Alles und noch viel mehr hörst du in Klausuren. Das kann ablenken.

Tipp 5: Behalte die Uhr im Blick

So einfach das klingt, so wichtig ist es, die Uhr und die verbleibende Zeit im Blick zu halten. Nimm dir einen Wecker oder eine Armbanduhr mit. Werde nicht nervös, wenn die Zeit sich dem Ende neigt, sondern arbeite konzentriert und zügig bis zum Ende.

Vor allem arbeite so wie du es am besten kannst. Du musst nicht die Aufgaben der Reihe nach erledigen!

Tipp 6: Mach keine Doktorarbeit draus

Mit diesem Tipp meine ich, dass du nicht zu ausschweifend schreiben sollst. Schreibe, was wichtig ist und auch gerne mehr, aber versuche, deine Lösungen schnell und effizient zu machen.

Bei vielen Klausuren, vor allem den Zentralen Prüfungen wie ZP 10 oder Abitur, gibt es einen Erwartungshorizonte und diese helfen den Lehrern, deine Klausur zu bewerten. Dort geht es vor allem um die Nennung bestimmter Dinge in deiner Klausur.

Selbst eine unvollständige Arbeit kann viele Punkte bringen, daher schreib drauf los und schreibe viel, aber versuche auch, die Anforderungen aus den Aufgabenstellungen auf jeden Fall zu beantworten.

Tipp 7: Kenne deine Hilfsmittel

In Mathe hast du oft eine Formelsammlung und einen Taschenrechner als Hilfsmittel. Nutze diese und lerne vorher, wie du bestimmte Schritte machen kannst. Das spart dir in der Prüfung Zeit.

Aber dafür musst du eben auch wissen, wie alles funktioniert und mein nächster Tipp ist hier auch hilfreich, weil er Zeit spart.

Tipp 8: Lerne in Rezepten

Ich bin der Meinung, dass viele Aufgabentypen und Rechnungen wie Rezepte sind, denen du Schritt für Schritt folgst. Je besser du die Rezepte kannst, umso schneller geht es.

Vor allem in Mathe gibt es komplexe Rezepte, die dir helfen, komplexe Aufgabe zu bearbeiten. Wenn du jedes Mal in die Formelsammlung schauen musst, hilft es dir nicht weiter und du verlierst Zeit.

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Lernen ist oft wie Rezepte üben.

Notfall-Tipp: Schließe die Augen und atme durch

Der Fokus auf die Aufgabe ist extrem wichtig. Manchmal hilft es schon, wenn man die Augen schließt und tief durchatmet.

  • Atme mehrere Male langsam tief ein und aus.
  • Denke an den Ort, wo du gerade bist und was du gerade tust (Du sitzt in der Schule und schreibst eine Prüfung).
  • Beim letzten Mal atmest du die Luft stoßartig aus und öffnest dann die Augen.
  • So kann löst du Verspannungen in Körper und kannst loslegen.

Wenn du meditierst oder Yoga machst, hilft dir das bestimmt, in Stress-Situationen schneller den Fokus zu finden.

Warum hat man eigentlich Zeitdruck?

In Situationen, die wir auf Zeit bearbeiten sollen, arbeiten wir gegen die Uhr und wollen natürlich ein gutes Ergebnis bekommen.

Das verursacht Stress. Und Stress ist zwar für viele Menschen eine Motivation und sie können besser arbeiten, aber manchmal ist Stress auch hinderlich, denn wenn aus der Motivation eine Überforderung wird, dann können wir nicht mehr so frei handeln.

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Hilfe gegen Prüfungsangst

Tatsächlich ist Prüfungsangst ein Zeichen, dass du unter Zeitdruck nicht gut arbeiten kannst. Manchmal sorgt der Zeitdruck aber auch für die Angst.

Das Wichtigste ist aber, dass du den Kopf nicht in den Sand steckst und weiter machst. Denn ansonsten wirst du ja das Ziel nicht erreichen können. Es geht hier viel um ein Mindset.

Hast du noch Tipps? Dann schreibe mir einen Kommentar!


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