Lautstärkevergleich – Wie viel Dezibel hat welches Geräusch?

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Ein Lautstärkevergleich ist für Menschen oft schwer, weil sie keine Vorstellung haben, welches Geräusch wie viel Dezibel (dB) hat.

Welches Geräusch hat wie viel Dezibel – Ein Lautstärkevergleich

In meiner Erfahrung ist es oft schwer, den Schallpegel einzuschätzen und einen Lautstärkevergleich zu machen. Hier also ein paar Anhaltspunkte, wie viel Dezibel (dB) welches Geräusch ungefähr hat.

  • 30 Dezibel sind so laut wie dein eigenes Atemgeräusch und Flüstern.
  • 35 Dezibel entsprechen etwa dem Blätterrascheln.
  • Von 40 Dezibel geht man im Wohnraum bei geschlossenem Fenster aus.
  • 45 Dezibel Lautstärke hast du im Wohnviertel ohne Straßenverkehr.
  • Bereits 60 Dezibel produziert eine Unterhaltung (Einzelgespräch).
  • Mit 70 Dezibel musst du im Großraumbüro rechnen.
  • 85 Dezibel hat mittlerer Straßenverkehr.
  • Auf 95 Dezibel kommt Schwerlastverkehr.
  • Satte 100 Dezibel produziert ein Presslufthammer.
  • Mit Abstand zur Bühne hast du auf einem Konzert aus dem Bereich Rock und Pop schon 110 Dezibel.
  • Ein startender Düsenjet aus 100 Metern Entfernung schallt mit 125 dB zu dir rüber.
  • Bei 130 dB liegt die Schmerzgrenze.
  • Ein Düsentriebwerk in 25 Metern Entfernung macht 140 Dezibel.

Wie viel Dezibel sind Zimmerlautstärke?

Von Zimmerlautstärke spricht man, wenn tagsüber die Geräusche im Zimmer, von den Nachbarn oder von draußen nicht die Marke von 50 Dezibel überschreiten. Nachts sollen es nur 35 dB sein.

Wer also lauter fernsieht oder Musik hört, riskiert bereits, dass sich die Nachbarn beschweren.

Wie viel Dezibel sind gesundheitsschädlich?

Schall muss noch keine Hörschäden mit sich bringen, damit er gesundheitsschädlich ist. Schall verursacht Stress und Stress wirkt sich negativ auf deine Gesundheit aus. Vor allem ist Lautstärke gesundheitsschädlich, wenn du sie nicht abstellen oder ihr nicht entfliehen kannst.

Bereits ab Schallpegeln ab 40 – 45 dB kann dein Schlaf gestört werden. Das führt dann auch zu einer Beeinträchtigung deiner Leistungsfähigkeit und Konzentration.

Bei Werten ab 60 Dezibel fühlen wir uns belästigt und darüber hinaus schnell erheblich belästigt. Du kannst dich weniger gut konzentrieren.

Wenn du dauerhaft 60 bis 65 dB ausgesetzt bist, dann kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Ab 85 Dezibel kann es zu Beeinträchtigungen der Hörfähigkeit (Schwerhörigkeit, dumpfes Gefühl auf den Ohren, Taubheit) kommen. Bereits nach wenigen Minuten benötigt dein Gehör eine längere Pause, um sich zu regenerieren. Wenn du dauerhaft in einer höheren Lautstärke arbeitest, dann kann es auch zu permanenten Hörschäden kommen. Dies gilt auch für zu lautes Hören von Musik über Kopfhörer.

Ab 80 Dezibel dauerhafter Lärmaussetzung müssen Arbeitgeber Lärmschutz zur Verfügung stellen.

Ein Sportlehrer muss während einer Sportstunde Lärmspitzen über 100 Dezibel ertragen. Daher müsste er vom Arbeitsgeber eigentlich einen Hörschutz bekommen und alle Schüler ebenfalls.

Wie funktioniert Schall?

Kurz gesagt ist Schall die Entstehung von Schwingungen, die von einem Gegenstand, einem Lebewesen oder einer Sache ausgehen. Bei Schallwellen betrachtet man die Amplitude (Ausprägung der Schwingung, die für die Lautstärke zuständig ist) und die Frequenz (die Länge einer Schwingung gemessen in Hertz).

Je kürzer die Abstände zwischen den Schwingungen, desto höher der Ton. Das kannst du auch gut bei einer Gitarrensaite sehen. Je tiefer der Ton, umso langsamer schwingt die Saite.

guitar, strings, vibration
Die Schwingungen der Gitarrensaite zeigen gut den Unterschied der Frequenzen und Amplitude.

Welche Unterschiede gibt es noch bei Lautstärken?

Die Lautstärke und die Dämmung von Lautstärke hängt auch von der Frequenz ab. Je höher ein Ton, umso besser lässt er sich durch Ohrstöpsel, Gardinen oder Fenster abdämmen.

Lärm ist auch subjektiv. Während einige Menschen Rockmusik als angenehm empfinden und sie gerne aufdrehen, kriegen andere davon Stress und wollen sie am liebsten abschalten.

Wie kannst du dich vor Hörschäden und Lärm schützen?

Der beste Weg ist natürlich, gar nicht in laute Umgebungen zu kommen. Wenn es nicht vermeidbar ist, gönne dir bewusst Pausen, wo du deinem Gehör Ruhe bietest.

Wenn es dir zu laut wird, mach bewusst eine Pause, bitte um Ruhe oder nutze Ohrstöpsel. Vermeide laute Musik bei Konzerten oder auf deinen Kopfhörern. Apple Geräte wie das iPhone oder AirPods warnen bereits auch bei zu hoher Lautstärke.


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