Immer wieder fordern Politiker und Eltern, dass die schriftliche Division abgeschafft werden sollte, weil das Verfahren so kompliziert ist. Allerdings bleiben Kindern ohne schriftliches Dividieren viele Türen verschlossen.
Die Bedeutung der schriftlichen Division
Die schriftliche Division ist mehr als ein Rechenverfahren. Sie vermittelt grundlegende Fähigkeiten wie strukturiertes Denken und Zahlenverständnis. „Die schriftliche Division ist nicht nur ein Algorithmus, sondern ein Schlüssel zum Verständnis der Zahlensysteme“, betonen Dr. David Klein und Prof. R. James Milgram (Stanford University).
Warum nicht einfach digitale Hilfsmittel nutzen?
Taschenrechner und Apps auf digitalen Geräten sind praktisch, aber sie ersetzen kein Verständnis. „Wer nur Ergebnisse abliest, ohne den Rechenweg zu kennen, verliert die Fähigkeit, mathematische Zusammenhänge zu begreifen“, so Klein und Milgram. Schriftliche Division trainiert das Gehirn ähnlich wie Sport den Körper.
Hierdurch wird ein nicht-lineares Denken und die Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
Expertenmeinungen zur Schriftlichen Division
Es gibt viele Experten, die für die Einführung der Schriftlichen Division in der Grundschule sprechen, eben weil hier die Basis für spätere Aufgaben gelegt wird.
- Dr. Mickey Losinski: „Schüler, die schriftliche Division beherrschen, zeigen ein deutlich besseres konzeptionelles Verständnis und sind erfolgreicher in Algebra“ (Losinski et al., 2021).
- Dr. Cotter: „Auch wenn manche Verfahren verschwinden, bleibt die schriftliche Division ein wichtiges Fundament“ (RightStart™ Mathematics).
- Ji‑Eun Lee: „Wenn die Methode nur mechanisch gelehrt wird, verstehen Kinder oft nicht, warum sie die Schritte ausführen. Konzeptioneller Unterricht ist entscheidend“ (Journal of Mathematical Behavior, 2007).
Bildungspolitik und ihre Rolle
Die Lehrpläne werden von Kultusministerien festgelegt. „Die Herausforderung besteht darin, digitale Kompetenzen zu fördern, ohne die Basisfähigkeiten zu opfern“, heißt es in bildungspolitischen Diskussionen. Experten warnen: „Ohne schriftliche Verfahren fehlt das Fundament für komplexere mathematische Konzepte“ (Klein/Milgram).
Natürlich sollte Politik auch prüfen, an welchen Stellen Schüler entlastet werden können. Aufgrund der miserablen Ergebnisse bei internationalen Vergleichsstudien müssen auch Maßnahmen ergriffen werden. Fraglich ist jedoch, ob die Streichung von wesentlichen Inhalten ein richtiger Schritt ist.
Konsequenzen für Schüler und Eltern
Die schriftliche Division ist kein Relikt, sondern ein Werkzeug für die Zukunft. „Sie stärkt das mathematische Denken und bereitet Schüler auf komplexe Herausforderungen vor“ (Losinski et al.).
Auf keinen Fall sollte also darauf gewartet werden, dass Taschenrechner verwendet werden können. Und Sätze wie „Das braucht man später nie wieder“ oder „Ich war auch nie gut in Mathe“ helfen nicht dabei, diesen Kreis zu durchbrechen.



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