Welcher Beruf ist der Richtige?

Welcher Beruf ist der Richtige?

Lesedauer 4 Minuten

Jedes Jahr fragen sich zigtausende junge Menschen, welcher Beruf der Richtige für sie ist und trotz Berufsorientierung, Potenzialanalysen und Berufsmessen ist die Entscheidung schwer.

Welcher Beruf ist der Richtige – Darum ist die Antwort so schwer

Fast jeder junge Mensch kommt irgendwann an den Punkt und fragt sich, welcher Beruf der Richtige ist. Du willst wissen, was du mit deinem Leben anfangen wirst, womit du dein Geld verdienst und diese Entscheidung macht dich verrückt, weil du natürlich selten eine Antwort kennst.

Du hast in dem Beruf nicht gearbeitet, hast nicht die Ausbildung gemacht und selbst in einem Praktikum erfährst du nur einen Bruchteil dessen, was den Beruf später ausmacht. Ich kann dir versprechen, dass es in jedem Beruf tolle und spannende Dinge gibt und dass es auch Momente gibt, wo du den Job am liebsten hinwerfen würdest.

Vielleicht möchtest du Pilot werden, aber das bedeutet vielleicht, dass du viel unterwegs bist und viel unter Zeitdruck arbeiten musst und nirgendwo richtig zuhause bist. Außerdem trägst du eine wahnsinnige Verantwortung. Dafür siehst du viel von der Welt und kannst Orte sehen, die andere Menschen nur im Urlaub sehen.

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Wenn du an einem Punkt angekommen bist, du wo dich wohlfühlst, hast du vielleicht den richtigen Beruf gefunden.

Oder du wirst Elektroinstallateur und musst von Tag zu Tag neue Aufträge abarbeiten, es den Chefs und Kunden Recht machen und teilweise auch körperlich anstrengende Aufgaben verrichten. Dafür ist die Bezahlung als Handwerker nicht schlecht, du kannst aufsteigen und Meister werden und hast in der Regel einen geregelten Tag.

Das Wichtigste ist, dass nicht deine Eltern oder ein Berufsberater den richtigen Job für dich finden, sondern du selber! Du musst nicht studieren oder Abitur machen und du kannst auch mit einer Ausbildung noch studieren. Das Abitur hat natürlich gewisse Vorzüge, aber für manche Schüler ist es einfach nicht das Richtige!

Tipps für deine Berufswahl

Es klingt leicht gesagt, aber Stress hilft bei so einer Entscheidung gar nicht!

Tipp 1: Identifiziere Stärken und Schwächen

Schreibe eine Liste mit den Dingen auf, die du kannst und nicht so gut kannst. Schreibe auch auf, wofür du dich interessierst. Am besten kategorisierst du das ähnlich wie in der Tabelle:

Stärken
Interessen
Positive Erfahrungen
Schwächen
Langweiler
ImLebenNicht
MöglichkeitenRisiken
SWOT Analyse für deine Berufswahl
  • Oben links stehen deine positiven Erfahrungen, Stärken und Interessen, die du für einen Job mitbringst und die dich begeistern.
  • Oben rechts stehen dann die Dinge, die du nicht so gut kannst und die dich nicht interessieren. Auch negative Praktikumserfahrungen können hier rein.
  • Unten links überlegst du dir Möglichkeiten, was du mit deinen Stärken und Schwächen anfangen kannst. Ein Beispiel gebe ich gleich.
  • Unten rechts kommen dann die Risiken, die sich durch deine Schwächen ergeben oder die mit deinem Berufswunsch konkurrieren.

Bei deiner Auflistung geht es nicht darum, jemandem zu gefallen oder etwas zu schreiben, was du denkst, was man braucht. Es wird immer wieder gesagt, dass man das Abitur benötigt, aber wenn du keinen Bock auf Schule hast, dann solltest du das einfach nicht machen.

Ein Beispiel für die Berufswahl-Tabelle wäre, dass du dich für Videospiele interessierst und auch schon einmal programmiert hast. Du bist gut in Englisch und mittelmäßig in Mathe. Du bist aber nicht talentiert als Grafiker oder im Zeichnen und generell fallen dir kreative Aufgaben schwerer. Im Praktikum warst du bei einem EDV-Unternehmen, wo du aber nicht viel machen konntest. Deine Möglichkeiten wären also durchaus im Bereich EDV zu finden. Vielleicht als Programmierer oder als Software-Entwickler. Möglicherweise auch als Systemtechniker oder Anlageninstallateur. Oder du studierst Informatik oder Elektroingenieurswissenschaften. Deine Risiken sind das Praktikum und deine teilweise schwächeren Noten in Mathe und kreativen Fächern. Für Abitur und Studium solltest du vor allem in den Bereichen fit sein.

Als Lösung könntest du ein Praktikum in einem anderen Betrieb machen und versuchen, dass du dort noch mehr tun kannst. Entweder suchst du dir einen großen Betrieb mit vielen Schnuppermöglichkeiten oder einen kleinen mit einer guten Betreuung.

Tipp 2: Gehe die Sache ruhig an

Du triffst eine Entscheidung, die deine nächsten Jahre bestimmt. Aber du musst dir nicht vormachen, dass sie dein Leben entscheidet. Ich habe beispielsweise 2 Jahre Informatik studiert, war dann Grundschullehrer, bin an die Realschule gewechselt, habe BWL studiert und angefangen, YouTube zu machen. Natürlich ist Lehrer mein Hauptberuf geblieben, aber es gibt immer noch die Möglichkeit, etwas umzustellen.

Mit einer guten Ausbildung kannst du studieren, du kannst dein Wissen erweitern und du kannst auch noch einmal komplett neu anfangen. Ich kenne viele Menschen, die auf dem zweiten oder dritten Weg ihre Berufung gefunden haben und alle haben mir gesagt, dass jeder Schritt auf ihrem Weg wichtig war.

Tipp 3: Halte die Augen offen

Passend zu den anderen Tipps sollte man immer offen sein für Neues. Das Leben hält viel für dich bereit und wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst, dann mach das, was dir am ehesten liegt. Der erste Schritt ist wichtig und dass man immer überprüft, ob der Weg richtig verläuft oder ob man ihn korrigieren kann.

Tipp 4: Aufgeben ist keine Schande

Nehmen wir an, dass du nun in einem Unternehmen eine Ausbildung machst oder ein Studium begonnen hast und du merkst, dass es überhaupt nicht dein Fall ist. Entweder ziehst du es durch und hast einen Abschluss. Oder du merkst es sehr schnell und findest eine gute Alternative. Wechseln kann man immer. Vor allem, wenn du noch keine Familie oder Kinder hast. Und selbst hier kenne ich viele Menschen, die diesen Schritt der Umschulung noch gewagt haben.

Tipp 5: Bleib nicht stehen

Aufgeben ist keine Schande, aber Stehenbleiben. Wenn du merkst, dass ein Beruf nicht der Richtige für dich ist, dann ist das okay. Aber du darfst nicht stehenbleiben, dich einigeln oder gar nur noch rumgammeln.

Und auch, wenn du im Beruf bist, solltest du immer probieren, dich weiter zu entwickeln und dich zu verbessern. Denn immer nur das Gleiche tagein und tagaus zu machen, ist nicht wirklich schön und erfüllend und kann zu psychischen Krankheiten wie Depressionen und Burnout führen.

Viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Beruf. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen dabei helfen!


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