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5 Gründe, warum du täglich lesen sollst

Lesedauer 4 Minuten

Täglich lesen macht schlau, sozial, kreativ, konzentriert und gesund. Wie das funktioniert erkläre ich dir in diesem Lernsnack.

Darum solltest du täglich lesen

Eine häufig gestellte Frage und natürlich auch ein Thema meines Kanals Lernsnacks ist, wie man besser lernt und bessere Noten bekommen kann. Und natürlich gibt es Antworten wie Lerntechniken, regelmäßige Beteiligung, Lernpläne.

Der einfachste und grundlegendste Weg, um erfolgreicher und besser zu sein, ist tägliches Lesen! Das gilt nicht nur für die Schule, sondern auch für die Berufswelt. Tatsächlich reicht ein Blick bei Google und du findest unzählige Artikel, dass Elon Musk, Warren Buffet, Mark Zuckerberg oder Bill Gates viel lesen und das, obwohl sie einige der reichsten und viel beschäftigte Männer sind. Sie haben sogar Schnelllesetechniken entwickelt und schreiben sich wichtige Dinge aus ihren Büchern auf.

Im verrate dir nun, warum täglich lesen, dich schlauer, sozialer, kreativer, konzentrierter und gesünder macht.

Lesen macht schlauer

Wenn du liest, dann lernst du etwas, denn du wirst mit einer anderen Welt konfrontiert oder du erfährst etwas über deine eigene Welt und deren Ereignisse.

In Geschichten erweitern die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Geschichten und unserer Lebenswirklichkeit oder auch die Fakten, die dir präsentiert werden, erweitern dein Wissen und du stellst Vergleiche an. In einem Buch über Jugendliche in einem Internat erfährst du möglicherweise etwas über andere Schulformen, über das Leben an so einer Schule, aber auch über Vor- und Nachteile im Leben eines Internatsschülers. Ein Blick in die Zeitung gibt dir Einblicke, wie unsere Welt gerade funktioniert und welche Entwicklungen zu welchen Folgen führen.

Lesen hilft dir auch, in einem Bereich, der dich interessiert, besser zu werden. Wenn du malen lernen willst, oder ein Instrument beherrschen möchtest oder Figuren aus Papieren falten kannst, dann helfen dir Bücher weiter.

Viele der erfolgreichsten Menschen der Welt lesen allerdings tatsächlich gezielt technische, biografische oder historische Inhalte und davon nicht wenig: Bis zu 50 Bücher verschlingen sie im Jahr. Das bedeutet, dass sie etwa einmal in der Woche ein neues Buch lesen.

Tägliche Leser entwickeln Kreativität

Dadurch, dass das Lesen im Kopf geschieht und du brauchst keinen Strom hierfür. Du stellst dir die Figuren, die Schauplätze und die Handlungen vor, während du liest.

Wenn du die Nachrichten verfolgst, erhältst du Lösungsansätze anderer Menschen und kannst dir darüber Gedanken machen oder eigene Ideen entwickeln.

Auch bei Sachtexten visualisiert dein Gehirn immer besser, was du liest. So kannst du dich nach und nach an immer schwierigere Texte wagen, da dein Gehirn vorhandenes Wissen mit neuem Wissen verknüpft.

Tägliches Lesen fördert die Sozialkompetenz

Durch das Lesen lernst du, andere Perspektiven und Ansichten nachzuvollziehen und das kann dir auch im Alltag helfen, dich besser in andere Menschen hineinversetzen zu können. Wenn der Hauptdarsteller deines Buches leidet, wirst du durch die Nähe zur Geschichte eine Vorstellung für die Gefühle und die Gründe erhalten und kannst diese womöglich nachvollziehen. Empfindet er Freude, freust du dich vielleicht mit. Es kann auch passieren, dass du Spannung oder Angst der Figuren mit durchlebst und dein Buch gar nicht weglegen magst, weil es so fesselnd ist.

Diese sogenannte Empathie ist im Privaten und im Beruf sehr wichtig, weil Konflikte verringert oder schneller aufgelöst werden können.

Joachim Bauer beschreitet in seinem Buch „Fühlen, was die Welt fühlt“ (Audible Hörbuch, E-Book oder gebundenes Buch) einen Weg, auf dem Empathie auch ein Einfühlungsvermögen für die Umwelt und ökologisches Bewusstsein fördert. Auf sanfte und verständnisvolle Art anstatt mit Warnungen und Drohungen versucht er zu erklären, weshalb der wir uns mehr in die Prozesse unserer Umwelt einfühlen und entsprechend handeln sollten.

Täglich lesen ist gut für die Konzentrationsfähigkeit

Für manche Menschen ist Lesen anstrengend und wenn man sich Erstleser anschaut, die jedes einzelne Zeichen erkennen und zusammenziehen und daraus eine Bedeutung ableiten müssen, dann ist das auch nachvollziehbar.

Lesen ist Konzentrationsarbeit, aber es wird später einfacher. Wir werden geübter und können uns mehr auf die Informationen konzentrieren. Aus einem Hürdenlauf wird ein Spaziergang. Unser Gehirn lernt, sich über einen längeren Zeitraum auf eine Tätigkeit zu fokussieren und zu entschleunigen und nicht auf weitere Medien angewiesen zu sein. Das Gehirn konstruiert Sinnzusammenhänge und baut Verknüpfungen zu Vorwissen auf. Oder es fiebert mit einer Geschichte mit, entspannt sich bei einer Erzählung oder fühlt einfach mit den Hauptfiguren.

Die Fähigkeit, sich länger mit einem Thema zu befassen und das ohne ständige Reize von außen, ist in der Schule und im Beruf sehr wichtig.

selective focus photo of person holding book Tägliches Lesen fördert die Konzentrationsfähigkeit.
Tägliches Lesen fördert die Konzentrationsfähigkeit. Photo by Luis Quintero on Pexels.com

Täglich lesen macht dich gesünder

Lesen entschleunigt dich wie schon beschrieben. Das hilft auch dabei, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen und das ist in unserem oft stressigen Alltag, in dem man immer erreichbar und informiert sein soll, besonders wichtig.

Vor allem abends zu lesen hilft dir dabei, besser einzuschlafen, sodass du am nächsten Tag besser aus dem Bett kommst und mehr Energie hast, ohne dass du auf Energy-Drinks oder ähnliche ungesunde und falsche Mittel greifen musst.

Wenn du in einem Buch versinkst, kannst du auch Glücksgefühle aufbauen, die für deine Psychohygiene wichtig sind und helfen, negative Gefühle zu vermeiden.

So viel solltest du lesen

Lesen soll Spaß machen und wenn du ein spannendes Buch hast, liest du ohnehin oft mehr als wenn du etwas für die Schule lesen musst. Schaffe dir ein Lese-Ritual:

  • Lies vor dem Schlafen einige Seiten in einem Buch.
  • Lies die Tageszeitung oder einen Teil, der dich besonders interessiert.
  • Nimm dir ein Buch mit auf die Toilette. Besonders bei längeren Sitzungen hilft das manchmal.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn du 15 bis 30 Minuten am Tag liest. Im Idealfall liest du genauso viel, wie du Zeit vor dem Handy oder anderen Medien verbringst, was aber auch alle Formen des Lesens wie Hausaufgaben mit einschließt.

Keine Ausreden

Besonders in der Zeit, wo das Lesen zur Gewohnheit wird, solltest du nicht nach Gründen suchen, in denen du nicht liest. Wenn du sagst, dass du zu müde bist, aber im Bett noch einmal auf das Handy schaust, dann beschummelst du dich selbst.

Wenn du mal keine Zeit hast, dann kannst du natürlich auch hin und wieder ein Hörbuch hören. Das bringt viele Vorteile des Lesens mit sich, aber kann theoretisch sogar zum Einschlafen genutzt werden.

Lesen muss im Übrigen auch nichts kosten, denn es gibt Bücherschränke oder Büchereien, wo man sich Bücher leihen oder tauschen kann.


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