Das ist Prokrastination und so verbesserst du dein Zeitmanagement

Das ist Prokrastination und so verbesserst du dein Zeitmanagement

Lesedauer 4 Minuten

Prokrastination ist das Aufschieben von wichtigen und dringenden Aufgaben mit solchen, die du eigentlich auch später erledigen könntest. Beispielsweise wenn du Hausaufgaben machen sollst, aber stattdessen du dein Zimmer aufräumst.

Das bedeutet Prokrastination

Prokrastination ist das Aufschieben einer wichtigen Aufgabe oder Tätigkeit zu Gunsten von einer weniger wichtigen Sache. Die Hausaufgabe für morgen erinnert dich daran, dass du dein Zimmer noch aufräumen musst, den Müll rausbringen sollst, die Fenster putzen könntest oder schon lange vorhattest, deine Bücher alphabetisch zu ordnen.

Wenn du auch ein Prokrastinierer bist, dann mach dir erstmal nicht so viele Gedanken, denn ein bisschen ist normal. Egal ob Schüler, Student und Erwachsener: Jeder schiebt gerne ein bisschen aus, bis der Druck eben so groß wird, dass man nicht mehr warten kann und dann unter Aufbietung aller Ressourcen die Aufgabe erledigt.

Oder eben nicht…

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Prokrastination und was du dagegen tun kannst.

Deshalb ist Prokrastination nicht gesund

Es gibt viele Menschen, die davon berichten, dass sie in einer Nacht eine Hausarbeit von 20 Seiten geschrieben haben oder am Tag vor der Prüfung anfangen zu lernen.

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Prokrastination hat auch was mit Prüfungsangst zu tun.

Tatsächlich hat Prokrastination auch manchmal etwas mit Prüfungsangst zu tun: Wenn ich die Prüfung nicht gut bestehe, weil ich ja nicht gelernt habe, dann habe ich ja einen Grund. Wenn ich versagt habe (oder mich so fühle), obwohl ich gelernt habe, dann kratzt das am Ego.

Wenn du Aufgaben zu lange aufschiebst, bekommst du Stress und der kann zwar belebend sein, aber im Stress unterlaufen uns auch Fehler. Außerdem läuft der Körper in diesem Zustand auf Hormonen, die auf Dauer nicht gesund sind, sodass man sich nach dem Ende der Aufgabe eher schwächlich und krank fühlt als gut und stolz.

Du darfst auch nicht vergessen, dass manchmal die Zeit so lange rausgeschoben wird, dass du gar kein gutes Ergebnis mehr abliefern kannst und dann hinter deinen Möglichkeiten bleibst. Im schlimmsten Fall kannst du sogar die Haltung bekommen, dass du gar nicht besser kannst als so. Wenn du außerdem die Aufgabe nicht ausreichend bearbeitest, dann kann das Folgen wie Sitzenbleiben, Wiederholen oder Nichtbestehen haben.

Keine Ausreden mehr

Zuerst einmal solltest du anfangen, dir keine Ausreden mehr zurecht zu legen. Ja, das Zimmer sieht aus wie ein Saustall und man kann darin nicht gescheit arbeiten. Außerdem müssen die Fenster wahrscheinlich wirklich geputzt werden und du wolltest auch ehrlich mehr Sport machen und das ist ja gut für die Gesundheit.

Wenn du aber eine Deadline hast, dann muss diese Frist eben eingehalten werden und die anderen Sachen waren bis gerade eben auch nicht so wichtig. Da können sie auch noch warten.

Außerdem, und das finde ich am schlimmsten, belügst du dich ja selber damit. Gestehe dir ein, dass du getrödelt hast und lege los! Wenn du dich jetzt ein bisschen organisiert kriegst, schaffst du es bestimmt noch.

Wenn du wirklich keine Zeit hattest, dann versuche, bei deinen Lehrern, Dozenten, Chefs oder Eltern um mehr Zeit zu bitten. Für Härtefälle werden oft Ausnahmen gemacht. Aber du musst dich aktiv darum kümmern.

So verbesserst du dein Zeitmanagement

Wenn du weißt, dass du zur Prokrastination neigst, ist es hilfreich, einen Kalender zu führen. Ob digital oder analog ist erstmal egal. Hauptsache, du siehst die Termine immer wieder, zum Beispiel auf dem Startbildschirm des Handys.

Außerdem solltest du dir die Termine rechtzeitig eintragen, damit du genug Zeit hast, auch bei Termindruck entspannt damit fertig zu werden. Aufgaben, die du über mehrere Tage und Wochen erledigen kannst, solltest du früh beginnen und wenn du dir nur einen Überblick verschaffst. So kannst du einschätzen, wie lange die Aufgabe brauchen wird.

Bei Hausaufgaben geht das oft nicht, aber da prokrastinierst du auch nicht so extrem. Aber auch hier kannst du probieren, deine Zeit am Tag sinnvoll einzuteilen.

Eisenhower-Prinzip

Priorisiere Aufgaben, die dringend sind und gemacht werden müssen. Danach kommen die Aufgaben, die dringend sind und gemacht werden können. Danach die Aufgaben, die nicht dringend sind und gemacht werden müssen und dann die, die nicht dringend sind und gemacht werden können. Diese Methode kennt man auch als das „Eisenhower-Prinzip„.

wichtig, dringendwichtig, nicht dringend
unwichtig, dringendunwichtig, nicht dringend
Das Eisenhower-Prinzip kann dir bei Prokrastination helfen.

Pareto-Prinzip

Außerdem kann dir das Pareto-Prinzip helfen. Hier geht es darum, dass du mit 20 Prozent des Zeitaufwands ungefähr 80 Prozent des Arbeitspensums erfüllen kannst. Es geht also um zeiteffizientes Arbeiten.

Das Pareto-Prinzip hilft bei Prokrastination.

Pomodoro-Technik

Du kannst dich auch während der Arbeit belohnen. Mit der Pomodoro-Technik arbeitest du Aufgaben schrittweise mit geplanten Pausen ab. Die Technik funktioniert wie folgt:

  • Erstelle einer Liste der Aufgaben nach Dringlichkeit.
  • Stelle dir einen Timer auf 25 Minuten und arbeite so viel in der Zeit ab wie möglich.
  • Mache nun 5 Minuten Pause.
  • Nach 4 Durchläufen machst du 15 bis 30 Minuten Pause.

Du wirst überrascht sein, wie viel du in 2 Stunden schaffen kannst.

black and white analog egg timer
Mit der Pomodoro-Technik arbeitest du gegen die Prokrastination.

Belohne dich nachher

Tatsächlich hilft es, wenn du dich nach getaner Arbeit belohnst. Stell dir vor, du kannst die Beine hochlegen und nichts tun und du weißt, dass du auch mit allem fertig bist. Also stelle dir selber eine Belohnung in Aussicht, die du erst bekommst, wenn du fertig bist.

Bist du auch ein Meister der Prokrastination? Dann schreibe mal deine besten Erlebnisse!


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